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Abdichtungsarbeiten

1. Flachdach

Das Flachdach hat im Gegensatz zum Steildach eine Dachneigung unter 7°. Es ist durch Sonne, Regen, Eis und Schnee unter extremsten Bedingungen der Witterung ausgesetzt. Temperaturdifferenzen, UV-Einstrahlung und Windsog sind zusätzliche Belastungen. Doch bei fachgerechtem Einbau und regelmäßiger Wartung ist das Flachdach über Jahrzehnte sicher und dicht. Grundlegend sollten hochwertige, moderne Abdichtungen die Basis bilden. Diese halten allen Witterungseinflüssen stand und garantieren eine lange Lebensdauer. Man unterscheidet das Flachdach meist in ein belüftetes oder ein nichtbelüftetes Dach. Desweiteren wird das Flachdach unterschieden nach der Art der Nutzung, der Art der Konstruktion, wie auch den gegebenen Einwirkungen und Beanspruchungen.

2. Bitumenabdichtung

Rohstoff für das Bitumen ist das Erdöl. Es wird mittels fraktionierter Destillation (Trennung nach Siedepunktgruppen) gewonnen. Hieraus wird das Destillationsbitumen gewonnen, welches durch einblasen von Sauerstoff oxidiert. Durch die Oxidation werden technische Eigenschaften wie z.B. Temperaturverhalten und Zähigkeit beeinflusst. Bei einer weiteren Destillation wird nun das Hoch-Vakuum-Bitumen gewonnen, welches eine sehr hohe Wärmestandsfähigkeit hat. Infolge einer Beimischung von speziellen Kunststoffen wird das sogenannte Elastomer- / Polymerbitumen PYE/PYP hergestellt, welches in der Flachdachabdichtung generell als Oberlage verwendet wird und mit einer geeigneten Beschichtung wie Schiefersplit bedeckt sein sollte. Die Deckschichten einer Bitumenbahn bestimmen das Witterungsverhalten, die Alterungsbeständigkeit, die Verarbeitbarkeit, die Dichtigkeit, das Temperaturverhalten wie auch die UV-Beständigkeit. Die entsprechende Trägereinlage bestimmt des weiteren das mechanische Verhalten der Bahn. Die Armierung der Bitumendickschicht, die Höchstzugkraft in Längs-, Quer- und Diagonalrichtung, die Dehnung bei Höchstzugkraft wie auch das Verhalten bei der Verarbeitung (Einreißen, Weiterreißen, Nagelausreißen, Maßhaltigkeit) Als Trägereinlagen kommen Jutegewebe, Rohfilz, Glasvlies, Glasgewebe, Polyesterfaservlies, wie auch Aluminium oder Kupfer in Frage.

Eine Flachdachabklebung mittels Bitumenbahnen wird immer mehrlagig ausgeführt.

3. Folienabdichtung

Durch homogene Verbindungen mittels Heißluft- oder Quellschweißen im Bereich der Folienabdichtung besteht die Möglichkeit eine einlagige Flachdachabdichtung herzustellen. Ob thermoplastische Bahnen aus PVC (Polyvinylchlorid), ECB (Ethylencopolymerisat-Bitumen), PIB (Polyisobutylen), EVA (Ethylenvinylacetat-Copolymer), FPO (Felxible Polyolefine) oder EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Mixture), Kunststoffbahnen müssen an Untergrund und der späteren Nutzung des Flachdaches angepasst werden.

4. Flüssigkunststoff-Abdichtungen

Balkone Terrassen und Laubengänge zählen zu den problematischen Bauteilen des Wohngebäudebestandes. Auch bei Neubauten entstehen manchmal kaum lösbare Details welche durch unterschiedliche Untergründe, zu geringe Anschlußhöhen, wie aber auch durch empfindliche Materialien einen herkömmlichen Anschluß oder Übergang nicht zulassen. Flüssigkunststoffe haben sich in den letzten 30 Jahren bei Dach- und Balkonabdichtungen, aber auch bei der Abdichtung anderer Bauwerksteile, als Problemlöser bewährt. Ganz besonders Abdichtungssysteme aus ungesättigten Polyesterharzen; Polyurethanen und Methylmethacrylaten mit Vlies-, Gewebe- oder Faserarmierungen heben sich von der Vielzahl der angebotenen Flüssigkunststoffe ab. Durch problemlose Handhabung und vielfältige Einsatzmöglichkeiten sind diese Werkstoffe heute von einem großen Kreis der Verarbeiter und Entscheider anerkannt.

Reaktive Flüssigkunststoffe, wie von WIDOPAN, sind für den Einsatz als Abdichtung entsprechend modifiziert und sind ohne die Zugabe von flüchtigen Weichmachern elastisch. Im Regelfall besteht das System aus mehreren Komponenten, die erst vor Ort zu einer arbeitsfertigen Mischung hergestellt werden. Mit der Armierung entsteht eine Abdichtung, die form- und paßgenau auf den Untergrund oder das Einbauteil aufgebracht wird.

5. Gefälledämmung

Eine Dämmung sollte in der Regel Energie einsparen, das Raumklima behaglicher machen, den Taupunkt verlegen, wie auch Wärmeverluste und Temperaturschwankungen ausgleichen. Zudem sollte Sie trittfest, dämmfähig, temperaturbeständig wie auch formstabil sein. Zeigt eine Dachfläche weniger als 3% Gefälle an, ist es durchaus sinnvoll eine Gefälledämmung zum Einsatz zu bringen um anfallendes Regenwasser sicher und richtig zu den entsprechenden Abläufen oder auch den Rinnen zu leiten. Unterscheiden lässt sich eine solche Dämmung zudem in Ihre Druckbelastbarkeit, wie z.B. dm für mittlere Druckbelastbarkeit bei nichtgenutzten Dächern, wie auch dh für hohe Druckbelastbarkeit bei genutzten Dächern wie z.B. Dachterrassen. Je nach Einsatzbereich wie auch technischen Ansprüchen entscheidet man sich hier in den meisten Fällen zu EPS (Expandiertes Polystyrol/Styropor) oder aufgrund bis zu 1/3 besserer Wärmedämmeigenschaft und dadurch geringer Aufbauhöhe für eine Dämmung aus PU (Polyurethan).

6. Abdichtung Betonsohle

Wer auf Nummer Sicher gehen will, setzt statt auf Anstrich oder Dickbeschichtung auf bahnenförmige Bauwerksabdichtungen. Mit einer extrem hohen Beständigkeit gegen viele Chemikalien ist die Bauwerksabdichtungsbahn mehr als nur eine Alternative zu herkömmlichen Abdichtungen. Die besonders einfache und sichere Verarbeitung ist ein weiterer Pluspunkt für den Bauwerksschutz. Es wird z.B. bei einer Bahn automatisch eine vorgegebene Schichtstärke mit einem Arbeitsgang erreicht. Durch die hohe Flexibilität dieses Produktes lassen sich kleinere Risse im Untergrund problemlos überbrücken.

7. Dachbegrünungen

Gründächer werden unterschieden in Extensive oder Intensive.

Ein extensives Gründach erhält einen leichten Aufbau mit kleinen Pflanzen, die eine maximale Höhe von 15-30 cm aufweisen. Aufgrund der leichten Pflege wird dieser Aufbau vom Dachdeckerhandwerk ausgeführt. Ein intensives Gründach hingegen erhält einen schweren Aufbau mit großen Pflanzen, ab 30 cm Höhe. Aufgrund des intensiven Pflegeaufwandes wird ein solches Gründach von einem Garten- und Landschaftsbauer erstellt. Wichtig bei beiden Gründacharten ist jedoch die vorherige Abdichtung des Flachdaches mittels einer Schweißbahn mit einer Trägereinlage aus Metall (meist Kupfer) um einen Wurzelschutz zu gewährleisten.